Die neuen Sündenböcke

BERNHARD PERCHINIG | Vorwort | aus FALTER 08/05 vom 23.02.2005

KOMMENTAR Warum die Kurse der Regierung kein geeigneter Weg sind, Migrantenkinder mit Deutsch vertraut zu machen. 

Als Ende letzten Jahres die ersten Meldungen über die geringe Zahl der Teilnehmer an den Sprachkursen im Rahmen des "Integrationsvertrags" publiziert wurden, kamen von der FPÖ die ersten Forderungen, für Vorschulkinder mit schlechten Deutschkenntnissen verpflichtende Sprachkurse vorzusehen. Nach Pisa hat sich nun auch der Kanzler des Themas angenommen: Der "Integrationsvertrag" soll so geändert werden, dass auch Vorschulkinder zum Besuch von Sprachkursen verpflichtet werden können. Droht bei Nichtbesuch also der Verlust der Aufenthaltsgenehmigung? Und werden demnächst Vorschulkinder wegen mangelnder Sprachkenntnisse abgeschoben?

  Gelassenheit ist angebracht. Schon bisher war der "Integrationsvertrag" hauptsächlich ein Lehrstück für symbolische Politik: Jedem halbwegs Informierten war klar, dass mit hundert Unterrichtsstunden nicht ernsthaft Sprachkenntnisse erworben

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