HERO DER WOCHE

Eva Glawischnig

Politik | aus FALTER 08/05 vom 23.02.2005

Hartnäckigkeit zahlt sich aus. Im Sommer 1998 klagte Eva Glawischnig, damals noch Umweltsprecherin der Wiener Grünen ohne Mandat, die slowakischen Elektrizitätswerke (SE): Sie fühle sich durch das Atomkraftwerk Mochovce "an Leib, Leben und Eigentum" bedroht. Nun, nach sechseinhalb Jahren, gab das Bezirksgericht Hernals Glawischnig - sie ist mittlerweile die Nummer zwei der Bundesgrünen - Recht. Damit hat erstmals in der europäischen Rechtsgeschichte ein Gericht anerkannt, dass AKW gefährlich sind. Das mag unbedeutend klingen, ist es aber nicht. Denn in einem vereinten Europa hat der Spruch des kleinen Gerichts in Wien auch in der Slowakei Gewicht. Die SE haben zwar Berufung eingelegt, da es sich aber um eine Privatklage handelt, dürfen sie in der nächsten Instanz keine neuen Beweise vorlegen. Das erhöht Glawischnigs Chancen, noch einmal Recht zu bekommen.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige