Machismo ausrotten

Politik | ROBERT MISIK | aus FALTER 08/05 vom 23.02.2005

SOZIALDEMOKRATIE Nicht verzagen, José fragen: Spaniens Premierminister Zapatero traut sich, im konservativ-katholischen Spanien einen Wirbelwind des Wandels zu entfachen. Und hat auch noch Erfolg damit. 

Die Warnung wurde, gewissermaßen stilgerecht, vom Verteidigungsminister ausgesprochen: Die fremde Macht solle sich endlich aus den spanischen Staatsangelegenheiten heraushalten, beschied der Minister Ende Jänner. Der Außenfeind, den Spaniens Verteidigungsminister José Bono im Auge hatte: der Vatikan. Und tatsächlich ist es kein Zufall, dass Spaniens Regierung ihren Verteidigungsminister mit der Depesche vorschickte - der ist nämlich der einzige praktizierende Katholik im Kabinett. Seit Monaten schon ziehen spanische Bischöfe, vatikanische Robenträger und kirchennahe Publizisten gegen die "regelrechte Verfolgung der Kirche" (Bischof José Gea) und die "laizistische Besessenheit der Regierung" (so die Zeitung ABC) zu Felde. Einen "Religionskrieg" entfache das sozialistische Kabinett,


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