Styrian Psycho

Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 08/05 vom 23.02.2005

THEATER Das Theaterdebüt des Kabarettisten Thomas Maurer ist gelungen. Der Versuch, "Der Kameramörder" auf die Bühne zu bringen, eher nicht. 

Angeblich hat "Der Kameramörder" ein überraschendes Ende, das man auf! gar! keinen! Fall! vorher lesen darf, wenn man sich nicht die Spannung verderben will. Deshalb sei der Schluss auch hier nicht verraten. Nur so viel: Vielleicht ist es besser, sich keine sensationelle Auflösung zu erwarten. Das Buch hört nämlich genau so auf, wie es von Anfang an zu erwarten war.

  "Der Kameramörder" (2001), der dritte Roman des Grazer Autors Thomas Glavinic, handelt vom Wochenendausflug eines jungen Paares, das die Osterfeiertage im Landhaus eines befreundeten Pärchens in der Weststeiermark verbringt. Das Weekend ist überschattet von einem grausamen Kriminalfall, der sich gerade ganz in der Nähe ereignet hat: Ein Mann hatte drei zwischen sieben und neun Jahre alte Brüder in seine Gewalt gebracht und zwei der Buben in den Selbstmord getrieben. Das


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