SPIELPLAN

Kultur | CHRISTOPHER WURMDOBLER | aus FALTER 08/05 vom 23.02.2005

Nanu, machen wir jetzt wieder Mitte-zwanzigstes-Jahrhundert-Theater? Das Volkstheater zeigt am Plafond "Die kahle Sängerin" von Eugène Ionesco, also das Vorzeigestück des Theaters des Absurden überhaupt: Zwei Ehepaare (Michael Rastl, Stephanie Taussig, Alexander Lhotzky und Piroska Szekely) betreiben Konversation aneinander vorbei, ein Feuerwehrhauptmann (Uwe Falkenbach als niedliches Bärchen) unterhält die Runde mit seltsamen Anekdoten, plötzlich spricht die Gesellschaft nur mehr in Konsonanten, und dann ist es vorbei. Denn sie sind so was von gaga. Und die kahle Sängerin? Die hat eine neue Frisur! Karl Markovics inszenierte diese absurde Stunde brav, vielleicht lag's an der zweiten Vorstellung, dass das Ganze ein wenig schleppend vorankam und das Publikum das Ende nicht genau erkannte. Aber, und das immerhin lernt man an diesem Abend anhand eines fünfzig Jahre alten Klassikers, wir wissen nun, dass Leute wie Helge Schneider nicht die Ersten waren, die es auf der Bühne haben


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