Der Lärm der Stille

Kultur | GERHARD STÖGER | aus FALTER 08/05 vom 23.02.2005

MUSIK Mit ihrem neuen Album "The Beekeeper" verknüpft Tori Amos einmal mehr Piano, Pop und Poesie. Dem "Falter" erzählte die US-Songwriterin vom kreativen Einfluss der Mutter Gottes und erklärt, warum laute Musik für sie kein Thema ist. 

Well", sagt Tori Amos - und lässt erst einmal eine sehr lange Pause folgen. Im direkten Sprechtempovergleich ginge ein Alexander Van der Bellen da beinahe schon als Rapper durch. Die 41-Jährige wählt ihre Worte extrem bedacht, um sie dann sehr leise auszusprechen. Dem grünen Professor aber hat sie etwas Entscheidendes voraus: Wirkt der zurückhaltende Sprechstil bei Van der Bellen eher einschläfernd, so führen die Verzögerungen bei der in England lebenden Sängerin und Pianistin zu einer Steigerung der Spannung.

  Dass ihre Antworten manchmal nur bedingt mit der ursprünglichen Frage zu tun haben, macht die Sache nur interessanter. Dabei geht es dem einstigen Pianowunderkind nicht darum, sich durch kunstvolle Verrätselung wichtig zu machen.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige