Moral und Zensur

RAIMUND LÖW | Vorwort | aus FALTER 09/05 vom 02.03.2005

AUSLAND Der Zustand der amerikanischen Massenmedien: nicht gleichgeschaltet, aber eingeschüchtert. 

Während der amerikanische Präsident die Welt mit seinen Visionen eines Siegeszuges der Freiheit verschreckt, warnt im Kongress in Washington der linke Vermonter Abgeordnete Bernie Sanders vor dem Gespenst der Zensur, das man im Amerika des beginnenden 21. Jahrhunderts längst gebannt wähnte. Zugegeben: Der Aufruf blieb von der breiten Öffentlichkeit ziemlich unbemerkt. Nur magere 37 Abgeordnete stimmten Mitte Februar mit Bernie Sanders gemeinsam gegen die Übermacht von 389 Befürwortern einer dramatischen Erhöhung der Geldstrafen für Obszönitäten in Radio und Fernsehen. Noch ist das Gesetz nicht gültig, weil die Zustimmung der Senatoren fehlt. Zu den Merkwürdigkeiten des amerikanischen Systems gehört es auch, dass von den strengen Mediengesetzen genau genommen nur die direkt über den Äther verbreiteten Sender betroffen sind. Kabelfernsehen und Satellitenradio agieren dagegen

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