LEARNING FROM LEIPZIG

Zwanzig aus sechshundert

Kultur | aus FALTER 09/05 vom 02.03.2005

Das Deutsche Literaturinstitut Leipzig (DLL), untergebracht in einer zweistöckigen Villa im sogenannten Musikviertel, ist die einzige akademische Ausbildungsstätte für Schriftsteller im deutschsprachigen Raum und in den letzten Jahren zu einer richtigen Trademark avanciert. Das hängt vor allem damit zusammen, dass einige der Absolventinnen und Absolventen des DLL mit ihren Veröffentlichungen für einiges Aufsehen gesorgt haben. Juli Zeh etwa hat aus ihrer Diplomarbeit ihr Romandebüt "Adler und Engel" gemacht, und auch Kolleginnen und Kollegen wie Ricarda Junge, Anke Stelling, Robby Dannenberg oder Tobias Hülswitt haben mit ihren Büchern in der literarischen Öffentlichkeit starke Beachtung gefunden.

  Gegründet wurde das DLL 1955, 1958 wurde es nach dem Lyriker und DDR-Kulturminister Johannes R. Becher benannt. Der Auflösung nach der Wende folgte die Neugründung unter Direktor Bernd Jentzsch im Jahr 1995, dem 1999 der Schriftsteller Hans-Ulrich Treichel ("Tristanakkord") nachfolgte.


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