Geh' doch vorbei!

Kultur | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 09/05 vom 02.03.2005

LITERATUR In seinem jüngsten, aufwendig betitelten Buch warnt Max Goldt vor übertriebener Gelassenheit und blickt in die Abgründe der Mediengesellschaft. 

Will man dieser Tage ein kurzweiliges, manteltaschenadäquates und U-Bahn-kompatibles Buch lesen, das nicht nur über Witz, Esprit, Herzensbildung und Stilsicherheit, sondern auch noch über die beste Buchrückenbeschriftung der Saison verfügt, so greife man zum jüngsten Kompendium mit "Prosa und Szenen" von Max Goldt.

  Eiligen Leserinnen und Lesern ist damit genug gesagt, andere sind herzlich eingeladen, weiter zu lesen. "Vom Zb. des seitlich dran Vbgs.", so die Schmalspurtitelung für den Buchrücken, handelt - einmal mehr - "Vom Zauber des seitlich dran Vorbeigehens", also von der zivilisatorisch schwer zu überschätzenden Möglichkeit, an den medial ausgeflaggten Parcours des Meinung-haben-Müssens auch einmal graziös vorbeizutänzeln. Als Beispiel hat sich das Titelstück Weihnachten ausgesucht, das der Autor zwar für


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