Dreh und trink

Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 09/05 vom 02.03.2005

FILM Warum Kabarettstar Roland Düringer mit seinem neuen Film "Die Viertelliterklasse" nicht die Massen begeistern will. 

Dass Roland Düringers Film "Die Viertelliterklasse" nicht von auffrisierten Zweirädern, sondern vom Saufen handelt, ist schon der erste Witz: Der Viertelliter ist eben nicht nur im Motorsport, sondern auch im Gastgewerbe eine gebräuchliche Maßeinheit. Der Film geht auf Düringers letztes Kabarettprogramm zurück, das im Frühjahr 2001 Premiere hatte. Damals befand sich der Kabarettist auf dem Höhepunkt seines Ruhms: Mit dem vorangegangenen Programm, der Autofahrersaga "Die Benzinbrüder", hatte er zweimal die Stadthalle gefüllt.

  "Die Viertelliterklasse" war komplizierter gebaut als die früheren Programme, der Wuchtelteppich war weniger dicht geknüpft, und erstmals hatte Düringer zwischen sich und den Zuschauern eine "vierte Wand" errichtet: Er sprach also nicht direkt mit dem Publikum, sondern blieb in seinen Rollen. Für viele Düringer-Fans muss das ein


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