Warten macht Spaß

Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 09/05 vom 02.03.2005

TANZ Erstmals ist in Wien ein Stück der hippen Berliner Choreografin Constanza Macras zu sehen: "Big in Bombay" im Schauspielhaus. 

Theater gilt als langsames Medium. Manchmal kann es aber auch sehr schnell gehen. Am 22. Jänner, also nicht einmal einen Monat nach der Flutkatastrophe in Südostasien, war der Tsunami in Berlin schon auf der Bühne: Gerade haben die Darstellerinnen und Darsteller noch gesungen und getanzt, jetzt liegen sie leblos herum. Ein großer Ventilator macht Wind; aus einer Sprinkleranlage regnet es; ein Überlebender versucht verzweifelt, mit einer Axt zu den Opfern durchzudringen.

  Mit diesem etwas hilflosen Bild endet "Big in Bombay", das neue Tanzstück der 35-jährigen Choreografin Constanza Macras. Die gebürtige Argentinierin lebt und arbeitet seit zehn Jahren in Berlin; spätestens seit Sommer 2003 ist ihr Name auch außerhalb der deutschen Hauptstadt ein Begriff. "Back to the Present" hieß die in einem aufgelassenen alten Kaufhaus inszenierte Performance,


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