Hamlet von unten

Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 09/05 vom 02.03.2005

THEATER Shakespeares "Hamlet" ist für kleine Bühnen eigentlich ein paar Nummern zu groß. Das Ateliertheater und das Theater Brett versuchen's trotzdem. 

Sein oder Nichtsein", sinniert Prinz Hamlet im Ateliertheater. Während der Schauspieler Felix Kurmayer zu dem berühmten Monolog anhebt, liegt er rücklings auf einem Podest und lässt den Kopf hängen. "Sein oder Nichtsein", sagt Hamlet auch im Theater Brett. Hier steht Hauptdarsteller Jakub Kavín mit dem Rücken zum Publikum auf einer Bank und hält eine Rede ins Nichts.

  William Shakespeares Tragödie vom Dänenprinzen, der den Mord an seinem Vater rächen will und sich dabei so ungeschickt anstellt, dass am Ende fast alle tot sind, ist eines der berühmtesten Dramen überhaupt: "Hamlet", das ist das ganz große Ding. Entsprechend hoch liegt die Latte für Schauspieler und Regisseure; in der Regel trauen sich nur die Besten drüber.

  Umso erstaunlicher, dass "Hamlet" derzeit gleich an zwei Wiener Kleinbühnen auf dem Spielplan


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