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Kultur | MATTHIAS DUSINI | aus FALTER 09/05 vom 02.03.2005

KUNST Die Kunsthäuser übertrumpfen einander mit stetig wachsenden Besucherzahlen. Um die zu erreichen, wird mit allerlei Tricks gearbeitet. 

In den letzten Jahren wollten immer mehr Menschen in Kunstausstellungen. Museen sind zum Teil der Freizeitindustrie geworden. Stark wachsen wird das Publikum in den nächsten Jahren allerdings nicht mehr, und so wird heftig um dessen Gunst geworben. Doch der Wettbewerb zwischen den Institutionen beschränkt sich nicht allein auf die Eintrittsgelder. Vielmehr möchten die Konkurrenten vor dem gemeinsamen öffentlichen Subventionsgeber mit schönen Zahlen dastehen. Besucherzahlen sind neben Presseberichten der einzige messbare Indikator für den Erfolg eines Museumsmanagements.

  Wilfried Seipel, der Generaldirektor des Kunsthistorischen Museums, verzeichnete in den vergangenen Jahren einen leichten Besucherrückgang. Mit populären Ausstellungen über Kunstklassiker und antikes Gold war er die treibende Kraft der privatwirtschaftlichen Entwicklung


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