KUKNST KURZ

Kultur | NICOLE SCHEYERER | aus FALTER 09/05 vom 02.03.2005

Der Künstler Yang Fudong stammt aus China, wo er ungefähr zu jener Zeit Malerei zu studieren begann, als mit dem Massaker am Tiananmen-Platz 1989 der Kampf um mehr Demokratie eine schwere Niederlage erlebte. Inwiefern ihn diese Ereignisse geprägt haben, erzählte der 34-Jährige bei der Pressekonferenz in der Kunsthalle nicht. Aber er wies darauf hin, dass sein Ausstellungstitel "Don't worry, it will be better ..." (bis 15.5.) durchaus im Sinn einer Trostformel gemeint sei. In der gleichnamigen Fotoarbeit sind junge Menschen im Businesslook zu sehen, die auf neue Karrierechancen zu warten scheinen. Überhaupt: warten. In den Filmarbeiten Yang Fudongs passiert wenig, es herrschen oft leerläufige Handlungen und eine statische Atmosphäre vor. Soziale Typen wie Intellektueller, Kommunist oder Geschäftsmann bevölkern die Arbeiten. Gleich acht Leinwände braucht die zentrale Filmarbeit "Close to the sea". Darin verbringt ein junges Liebespaar einen Tag am Meer und wird bei seinen spielerischen


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