The Lady Vanishes

Extra | MAYA McKECHNEAY | aus FALTER 10/05 vom 09.03.2005

ANTI-THRILLER Jessica Hausner goes Hitchcock, lässt das rätselhafte Verschwinden einer Rezeptionistin in "Hotel" aber Rätsel bleiben. 

Immer ein bisschen aufrechter geht sie als die anderen, Schritt für Schritt Beflissenheit. Die blonden Haare zum Pferdeschwanz zurückgekämmt, das Gesicht blass hinter der Metallbrille, scheint ihr Körper mit der Livree der Hotelangestellten eine Einheit zu bilden. Zügig bewegt sie sich einen Flur entlang, dann plötzlich: Roter Rock und rote Weste verschwinden im schwarzen Nichts. Am dunklen Ende des Ganges lösen sich die Konturen der Rezeptionistin auf, sie wird von der Umgebung aufgesogen, ist einfach weg, als hätte es sie nie gegeben.

  Jessica Hausner, Absolventin der Wiener Filmhochschule, Produzentin und Regisseurin (unter anderem des Coming-of-Age-Dramas "Lovely Rita", 2001), hat mit ihrem zweiten, im Mai in Cannes uraufgeführten Langfilm "Hotel" eine Arbeit vorgelegt, die wie ein Thriller anfängt und doch kein Thriller sein will. Erzählt


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