NACH DEM FILM

Schnelles Geld

Sabine Derflinger | Extra | aus FALTER 10/05 vom 09.03.2005

Die Überlegung, einen Dokumentarfilm im öffentlichen Raum zu machen, einen Film, der quasi vor der Haustüre liegt, war schon länger da. Als ich auf meinem täglichen Weg zwischen Wohnung und Produktionsfirma bemerkt habe, dass mich auf der Wiener Mariahilfer Straße vermehrt Jugendliche anbetteln, wollte ich schließlich wissen, was junge Menschen in einem der reichsten Länder der Welt, das über ein hochentwickeltes Sozialsystem verfügt, auf die Straße treibt.

  Es gab nur wenige Spielregeln für mich: Alles, was ich aufnehme, wird mit "Geld" verknüpft, ordnet sich sozusagen dem Thema des Films bzw. der Tätigkeit der Jugendlichen unter, nämlich durch "Schnorren und Betteln" zu "schnellem Geld" zu kommen. Im Rahmen der Dreharbeiten greife ich in Situationen nicht ein. Die Manipulation besteht darin, dass meine Kamerafrau (Astrid Heubrandtner) und ich anwesend sind. Was bedeutet, dass die "ProtagonistInnen" auf unsere Anwesenheit reagieren, sich vor uns auch inszenieren. Darüber

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