Und alle dürsten nach Liebe

WILBIRG BRAININ-DONNENBERG | Extra | aus FALTER 10/05 vom 09.03.2005

FILMGESCHICHTE Er verhalf Hedy Lamarr zu einer Weltkarriere und geriet darüber selbst in Vergessenheit. Nun stehen der emigrierte tschechische Regisseur Gustav Machaty (1901-1963) und sein erotisches Universum zur Wiederentdeckung an. 

Erotikon", "Ekstase", "Nocturno (... und alle dürsten nach Liebe)", "Jealousy" - vier Filmtitel des 1901 in Prag geborenen Filmregisseurs Gustav Machaty verraten schon seine Faszination für Erotik und große Gefühle. Zu entdecken gilt es dabei auch einen Meister des visuellen Erzählens, dessen avantgardistische Bildsprache im Prag der Zwanzigerjahre ihre Heimat gefunden hatte. Eine Heimat, die Machaty selbst verlieren sollte, als die Nazis einmarschierten und er nach Hollywood emigrieren musste. Nach schwierigen Jahren im Exil, verkannt und gedemütigt durch die amerikanische Studiomaschinerie, versuchte er in München abermals im europäischen Film Fuß zu fassen. Dies misslang, und der gefeierte einstige Virtuose der Bildworte hielt sich mit Hörspielen

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