Aufbruch in Arabien

ROBERT MISIK | Vorwort | aus FALTER 10/05 vom 09.03.2005

KOMMENTAR Wahlen im Irak und in Palästina, Zedern-Revolution im Libanon. Hatte Bush doch Recht? 

Die Lage im Irak schien mehr und mehr aussichtslos, da fragten die (links-)liberalen Kriegsbefürworter in den USA rund um die Zeitschrift The New Republic zerknirscht: "Were We Wrong?" Das ist jetzt ein Jahr her. Heute fragen die Kriegsgegner: "Hatte Bush Recht? Hatten wir Unrecht?".

  Natürlich gibt es auf beiden Seiten die Dogmatiker und notorischen Rechthaber, die nicht einräumen können, dass sie möglicherweise Unrecht hatten. Aber es gab auch auf beiden Seiten, seitdem das große Zerwürfnis im Vorfeld des Irakkrieges seinen Lauf nahm, eine gewisse Skepsis der eigenen Meinung gegenüber. Die Art, in der die Bush-Regierung ihre Operation Demokratieexport angelegt hat, leistet der Sache, um der es ihr zu tun ist, einen Bärendienst. Der Manichäismus etwa, der eine komplexe Wirklichkeit reduziert und banalisiert, bis man sich die Welt so weit hingebogen hat, dass es eben die Bösen

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