Der reinste Pflanz?

NINA WEISSENSTEINER | Politik | aus FALTER 10/05 vom 09.03.2005

ÖVP Umweltminister Josef Pröll pfuschen immer öfter andere ins Handwerk. Nicht etwa Umweltschützer, sondern vor allem die eigenen Parteifreunde. 

Es war fast schon der Super-GAU eines österreichischen Umweltministers: Die berüchtigten Aktivisten von Greenpeace lauerten Josef Pröll vor dem Ministerium auf. Dann rückte die Exekutive vor seinen Augen den Ökos auf den Leib. Und damit nicht genug, schlachtete das sonst so polizeifreundliche Kleinformat auch noch jedes Detail des Spektakels am Stubenring aus. An "die Schande von Hainburg" fühlte sich die Krone gar gemahnt.

  Ausgerechnet dem Umweltminister, der sich in den Medien sonst so gerne mit Dienstfahrrad und seiner Jahresnetzkarte für die Wiener Öffis präsentiert, musste das passieren. Greenpeace lachte sich ins Fäustchen. Aber selber schuld. Weil auf dem A1-Ring im obersteirischen Spielberg aufgrund eines negativen Umweltverträglichkeitsbescheids nun bloß das Unkraut statt Dietrich Mateschitz' Motorsport- und Luftfahrtzentrum

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