Rassismus? Hamma net!

Politik | JULIA ORTNER | aus FALTER 10/05 vom 09.03.2005

DISKRIMINIERUNG Zwei Gesetze sollen Menschen in Österreich endlich vor Diskriminierung und Rassismus schützen. Was bringen sie in der Praxis? 

Einen "Kameltreiber" und "Terroristen" darf man ruhig beschimpfen, mobben und verdreschen. Dachten sich die Hackler bei einer Wiener Spedition, die ihren Kollegen aus dem Libanon so lange quälten, bis der lieber kündigte. Vom Krankenhaus aus, wo er sich von den Prügeln der Kollegen erholten musste. "Die Firma wusste von der ganzen Sache, hat aber nichts dagegen unternommen", sagt Dieter Schindlauer, Menschenrechtsexperte am Ludwig-Boltzmann-Institut und Obmann des Antirassismusvereins Zara.

  Der Speditionsarbeiter ist das erste Rassismusopfer, das von seiner ehemaligen Firma nach dem seit 1. Juli 2004 geltenden Gleichbehandlungsgesetz Schadenersatz einfordern will. Damit wagt er sich auf rechtliches Neuland. Er hat seinen Fall beim zuständigen Gleichbehandlungssenat eingebracht, und wenn sein Exarbeitgeber sich daraufhin nicht mit ihm vergleichen


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