Intolerant und paranoid

Kultur | ROBERT MISIK | aus FALTER 10/05 vom 09.03.2005

POLITISCHE BÜCHER Ist der islamistische Furor nur eine Spielart des "Hasses gegen den Westen" oder ist der Islam per se böse? Zwei gelungene und eine gescheiterte Abrechnung mit der Welt des Islamisten. 

Als Ian Burumas und Avishai Margalits Essay "Occidentalism" vor drei Jahren in der New York Review of Books erschien, pfiff schnell eine kleine Debatte durch den globalen Feuilletonistenwald. Nur wenige Monate nach den Anschlägen vom 11. September stellten Buruma, der niederländisch-britische Essayist, und Margalit, der Philosoph aus Jerusalem, den rabiaten Islamismus in eine größere, historische Perspektive des "Hasses auf den Westen".

  Feindseligkeit gegen den Geist des Westens, gegen Rationalismus, gegen den Krämergeist des Bürgertums und die Wurzellosigkeit der Stadt, schließlich gegen die Seelenlosigkeit des Agnostikers - dies verbindet, so Buruma und Margalit, den Islamismus mit historischen Erweckungsbewegungen, aber auch mit der deutschen Romantik, mit japanischen Antiwestlern


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