AUFGEBLÄTTERT

Kultur | ROBERT MISIK | aus FALTER 10/05 vom 09.03.2005

Der emeritierte Princeton-Professor Bernard Lewis, 87, gilt schlicht als Nestor der westlichen Islamwissenschaft. Seine Bücher sind Standardwerke, Lewis selbst ist trotz seines hohen Alters noch immer ein streitbarer Geist. Diese Woche referiert er im Wiener Institut für die Wissenschaften vom Menschen. Gerade in den vergangenen Jahren ist Lewis etwas ins Gerede gekommen. Dass er US-Vizepräsident Richard Cheney im Vorfeld des Irakkrieges in Privatissima intellektuell aufrüstete, wird ihm von Kritikern verübelt. Dass auch Präsident George W. Bush sein Wissen über den Islam und die Krise der arabischen Welt vor allem von Lewis bezieht, war dem Ruf des Professors auch nicht nur zuträglich.

  Seinen Sachverstand zieht deswegen aber kaum jemand in Zweifel. In seinem zuletzt erschienenen Buch "Die Wut der arabischen Welt" analysiert Lewis deren Ursachen. Lewis richtet sich darin an den interessierten Laien. Doch auch wer ein gewisses Vorwissen hat, wird Neues erfahren: darüber, inwiefern


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