Verliebt, verlobt, vertont

Kultur | CARSTEN FASTNER | aus FALTER 10/05 vom 09.03.2005

MUSIKTHEATER Drei Premieren mit sechs klassisch-tragisch Liebenden in einer Woche: Romeo & Julia, Lotte & Werther und Venus & Adonis begehren, sterben und klagen auf den Musikbühnen der Stadt. 

Liebe, Tod, Verzweiflung. Das ist die ewige Trias des klassischen Dramas, der Stoff, um den noch kaum ein Komponist der letzten fünfhundert Jahre herum kam, erst recht nicht, wenn er für die Bühne schrieb. An Geschichten dazu mangelt es nicht, und bis heute hat's das Publikum gern, wenn kantilenenreich geliebt, gestorben und geklagt wird. Kaum verwunderlich also, wenn unlängst gleich auf drei Wiener Musiktheaterbühnen die vertonten Geschichten dreier tragischer Liebespärchen Premiere hatten.

  Jene von "Romeo und Julia" darf dabei als beliebteste unter den einschlägigen Stoffen gelten: Beethoven, Bellini, Gounod, Prokofjew, Bernstein und noch viele mehr nahmen unmittelbar Bezug auf Shakespeares Vorlage. Die Latte liegt also hoch, und dennoch hat sich Kathrin Zechner dafür entschieden,


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