Fluch der schönen Worte

Vorwort | RAIMUND LÖW | aus FALTER 11/05 vom 16.03.2005

AUSLAND Die USA marschieren wieder. Diesmal steht der "Vormarsch der Freiheit" auf dem Programm. Auch er erweist sich als kompliziert. 

Die amerikanischen Neocons feiern ihr Comeback. Der "Vormarsch der Freiheit", den die Regierung Bush seit den irakischen Wahlen ausgeschrieben hat, ist zum gängigen Erklärungsmodell für so unterschiedliche Entwicklungen wie die Zedernrevolution im Libanon und den Amtsantritt des neuen ukrainischen Präsidenten geworden. Die Kolumnen des Bush-Ideengebers Charles Krauthammer lesen sich inzwischen so, als ob der amerikanische Rechtsaußen bei Lenin und Trotzki abschreiben würde: "Revolutionen kennen keinen Stillstand. Sie schreiten entweder voran, oder sie sterben ab. Wir stehen am Beginn einer gloriosen Revolutionsbewegung im Mittleren Osten." Tatsächlich sind Charles Krauthammer, Richard Perle und andere langjährige Befürworter eines militärischen Angriffs auf Saddam Hussein stets von der Dominotheorie prowestlich-demokratischer Umwälzungen in


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