"Es ist ein Unglück"

Politik | W. KRALICEK und N. WEISSENSTEINER | aus FALTER 11/05 vom 16.03.2005

KÄRNTEN Ein Gespräch mit dem Kärntner Dramatiker Peter Turrini und dem Klagenfurter Theaterdirektor Dietmar Pflegerl über Nazis und Partisanen, Haider und den Villacher Fasching, Punschkrapfen und Katzelmacher. 

Kärnten ist ein Wahnsinn. Regisseur Dietmar Pflegerl und Autor Peter Turrini wissen das aus eigener Erfahrung. Der in Klagenfurt geborene Pflegerl, 62, ist seit 1992 Intendant des Klagenfurter Stadttheaters, wo er permanent mit Landeshauptmann Jörg Haider zu kämpfen hat. Der in Maria Saal aufgewachsene Turrini, 61, bekam den Kärntner Chauvinismus als Sohn eines italienischen Gastarbeiters hautnah zu spüren.

  Turrini flüchtete Ende der Sechzigerjahre nach Wien, ist einer der erfolgreichsten Dramatiker des Landes ("Rozznjogd", "Tod und Teufel") und lebt heute im Weinviertel. Pflegerl, der dem Stadttheater einige Skandale und rund neunzig Prozent Auslastung beschert hat, gab kürzlich bekannt, seinen bis 2007 laufenden Vertrag nicht mehr verlängern zu wollen. Grund für


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