Stationen eines Lebens

Politik | aus FALTER 11/05 vom 16.03.2005

NS-AUFARBEITUNG Leon Zelman, Gründer des Jewish Welcome Service, erzählt in seiner neu aufgelegten Biografie von seiner Kindheit in Polen, den Jahren in den Vernichtungslagern des Dritten Reichs und seinem Leben nach dem Überleben in Wien. 

Im Mai 1945 war Leon Zelman 17 Jahre alt und 38 Kilo schwer. Vater, Mutter, Bruder hatte der Jugendliche, der in einem jüdischen Schtetl in Polen groß geworden war, längst verloren, sie waren während des NS-Regimes ermordet worden oder durch den braunen Terror umgekommen. Wie durch ein Wunder hatte Leon Zelman fünf Konzentrationslager überlebt: Auschwitz, Falkenberg, Wolfsberg, Mauthausen, Ebensee.

  Nach der Befreiung durch die Alliierten und einem längeren Spitalsaufenthalt im Salzkammergut ging der schwer Gezeichnete nach Wien, holte die Matura nach, inskribierte an der Uni und half mit, die jüdische Gemeinde neu aufzubauen - um den Kampf gegen Hitlers Idee eines "judenfreien Wien" aufzunehmen, wie Zelman einmal sagte.

  Vor 25 Jahren


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