Generation voi oag

Medien | STEFAN WEBER | aus FALTER 11/05 vom 16.03.2005

SPRACHE Macht die Jugendsprache der gegenwärtigen SMS-, Web- und Mail-Kultur dumm? Die Wissenschaft meint nein, Sprachkritiker sagen ja. 

Ein neuer Code überlagert die alten: Die früheren Leitdifferenzen von gut/schlecht oder gar links/rechts haben in den Werturteilen der Heranwachsenden zunehmend ausgedient. In der SMS- und Netzkultur sind Dinge entweder "voi geil" (alternativ "voi cool", "voi leiwand" oder "voi supa"), oder sie sind "voi oag" (alternativ "voi krass" oder "voi da Schas").

  Was für Sprachforscher lediglich eine "Modeerscheinung mit Ablaufdatum" ist, gefällt Sprachkritikern und Pädagogen schon weniger. Und spätestens Feminismus und radikaler Konstruktivismus haben uns gelehrt, dass Sprachhandlungen Wirklichkeiten erzeugen. Die Frage muss daher gestattet sein: Welche Welt sieht die Jugend, wenn sie sie mit dem binären Code Voi geil/Voi oag betrachtet?

  Die Antwort findet sich unter anderem in einem Weblog eines Salzburger Gymnasiums. Die Professorin staunte nicht


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