FERNSEHEN

Medien | JULIA ORTNER | aus FALTER 11/05 vom 16.03.2005

Sich bei der "Millionenshow" anmelden, ein beliebtes Hobby auch in unseren Kreisen. Wenn da nicht die Angst wäre, einen Aussetzer bei einer Sozialpartnerschaftsfrage zu haben - Albtraum! Jetzt müssen wir keine Angst mehr haben, sondern es einfach El Awadalla nachmachen. Die 48-jährige Wiener Mundartdichterin hat uns gezeigt, wie souverän und entspannt man eine Million gewinnen kann. Selten war eine Kandidatin in der Geldverdienshow so cool und schnell, selten war Assinger - übrigens ein Beispiel dafür, dass es auch sympathische Kärntner gibt - so aufgeregt. Awadallas Erfolgsgeheimnis: nicht hysterisch werden, nicht gleich Schiss haben, was zu verlieren, wie all die anderen Klemmis, die mit ihrem Spielen auf Sicherheit die Sendung schon fad gemacht haben. "I hob nur heut' die Möglichkeit, reich zu wer'n", sagte Awadalla und meinte sogar noch bei der Millionenfrage lässig: "Entweder i g'winn die Million oder 15.000." Da hätte sich auch ihre Dichterkollegin Elfriede Jelinek ein Beispiel nehmen können: Die hat ja eine Million gewonnen und war dabei sehr unentspannt.


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