Outlaw and Order

Kultur | DREHLI ROBNIK | aus FALTER 11/05 vom 16.03.2005

FILM Im Actionthriller "Hostage" greift Bruce Willis auf die "Stirb langsam"-Formel zurück und gegen Geiselnehmer durch. 

Der Vorspann ist düster, wir sind aufs Ärgste gefasst. Und doch kommt es schlimmer: Bruce Willis, Held unserer Jugendtage (oder unserer Eltern), trägt räudig-grauen Vollbart und das schüttere Haar halblang. Vielleicht ist Letzteres eine Perücke. Oder beides. Sei's drum: Aufgesetzt ist bei "Hostage" einiges, vom Entwurf der Hauptfigur bis zu den Bedrohungsszenarien, die Regisseur Florent Siri üppig orchestriert. Nach einer folgenschweren Einsatzpanne sattelt ein Polizeiunterhändler - so einer, der in den Filmen Geiselnehmern gut zuredet - auf Kleinstadtpolizeichef um und lässt sich eine Glatze wachsen. Alltag routiniert, Ehe ruiniert, also braucht seine virile Autorität eine Bewährungsprobe, die sich in Form eines zur Polizeibelagerung ausufernden Villeneinbruchs prompt einstellt.

  Der lapidare Titel "Hostage" signalisiert so etwas wie die ultimative Geiselnahmesituation,


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