Schluss mit Feel-Good

Kultur | MICHAEL OMASTA | aus FALTER 11/05 vom 16.03.2005

FILM "Down to the Bone" von Debra Granik schildert das Leben in einem anonymen amerikanischen Kaff und hält dabei einige Überraschungen parat. 

Eins der auffälligsten Bilder, das in diesem Film immer wiederkehrt, ist das einer Brücke, deren elegant geschwungene Eisenkonstruktion unwillkürlich den Blick auf sich zieht. Zwei-, dreimal sehen wir sie, von schräg unten, durch die Windschutzscheibe eines fahrenden Wagens. Irene schaut kurz zur Brücke hoch, die sich rechts der Straße über den Fluss spannt, konzentriert sich wieder auf den Verkehr und fährt, wie jeden Tag, weiter zur Arbeit.

  Irene arbeitet im Supermarkt, als Kassiererin. Das ist die gute Nachricht; viele ihrer Kunden haben keinen Job. Ein älterer Mann, der mit vollem Einkaufskorb an der Kassa steht, reicht ihr eine Kreditkarte, die schon in den Neunzigerjahren abgelaufen ist. Nein, leider, auch die zusammengeklaubten Rabattmarken nützen in so einem Fall nichts.

  "Down to the Bone", das Langfilmdebüt von Debra


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