Jauchzend am Grab

Kultur | SEBASTIAN FASTHUBER | aus FALTER 11/05 vom 16.03.2005

MUSIK Endlich regulär erhältlich: "Funeral", das ergreifende Debüt des US-kanadischen Kollektivs Arcade Fire. 

Echte Popauskenner dürfen jetzt kurz skeptisch die Augenbrauen in die Höhe ziehen. Denn als Connaisseure wissen sie natürlich schon seit Monaten Bescheid und hören seitdem nichts anderes mehr als "Funeral", das erstaunliche erste Album von Arcade Fire. Tatsächlich ist diese bittersüße, von persönlichen Verlusten (neun Menschen im Umkreis der Band verstarben während der Aufnahmen) und der umso größeren Sehnsucht nach einem intensiven, erfüllten Leben geprägte Song-Wundertüte in den USA bereits vergangenen Herbst erschienen. Anfangs eher unbeachtet, zog sie langsam immer größere Kreise - bis die in Montreal von US-amerikanischen und kanadischen Musikern betriebene Nobody-Truppe Arcade Fire irgendwann das heißeste Ding von überhaupt und "Funeral" die erklärte Lieblingsplatte von David Bowie - einem ihrer musikalischen Patenonkel - war.

  Zu diesem Zeitpunkt


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