STADTRAND

Heißt Aida jetzt Oida?

Stadtleben | aus FALTER 11/05 vom 16.03.2005

Wer gerne und regelmäßig Filialen der berühmten Wiener Kuchenkette Aida aufsucht, sich über viel zu dicke Schlagobershauben auf dem Kaffee, den jeweils gültigen "Schlager der Woche" und die preisverdächtige Nummer des Biests ("666") oder die Schlacht bei Issos ("333") auf dem Kassabon freut, muss jetzt ganz stark sein: Bei der Aida hat eine Revolution stattgefunden. Zumindest eine kleine. Zumindest fast. Denn nicht nur auf der Gästeseite war die Aida traditionell immer in weiblicher Hand, war die rosa-braune Zuckerwelt in Ordnung. Aber seit einiger Zeit versehen (zumindest in der Filiale am Stephansplatz) auch Herren ihren Dienst im Zeichen von Koffein, Kandisin und Kalorienbombe. Nein, rosarote Kittelschürzen müssen "Herr Thomas" (man hat selbstverständlich auch ein Namensschild) und sein Kollege derzeit noch keine tragen. Die Uniform wirkt noch ein wenig improvisiert: Zum rosa Polohemd gibt's eine bodenlange braune Schürze, basta. Wird aus der Aida jetzt ein Oida? Wohl kaum. Denn gegen den guten Schmäh einer echten Aida-Angestellten stinken die meisten Männer einfach ab. Zum Glück. C. W.


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