Fairknüpfungen

CHRISTOPHER WURMDOBLER | Stadtleben | aus FALTER 11/05 vom 16.03.2005

TEPPICHHANDEL Man kann entweder beim Diskonter einen Billigteppich kaufen oder im Fachhandel einen, der fair produziert wurde. Kann man!

Wenn die Arbeiterinnen in den Teppichwerkstätten einen angemessenen Lohn bekommen, dann haben sie ein würdiges Leben", sagt Sherab Dolma Rana und macht ein ernstes Gesicht. Seit 1997 arbeitet die junge Frau aus Nepal für Step, eine - ursprünglich schweizerische - Organisation, die sich für fairen Teppichhandel in Indien, Nepal, Pakistan, Marokko und dem Iran einsetzt. Sherab Dolma kontrolliert in Nepal Fabriken und Arbeitsbedingungen, vergangene Woche war sie in Wien, überreichte dem Bundespräsidenten einen fair produzierten Teppich und erklärte dem Falter den Unterschied zwischen sogenannter Billigware und Teppichen, die unter menschenwürdigen Umständen hergestellt werden. Seit das Teppichgeschäft zurückgegangen ist und viele Männer für ihre Familien im Ausland Geld verdienen müssen, arbeiten in Nepal vor allem Frauen in der Teppichproduktion.

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