Forever young

SEBASTIAN FASTHUBER | Extra | aus FALTER 11/05 vom 16.03.2005

POPKULTUR Mit seinem virtuos arrangierten Roman "Aus der Geschichte der Unterhaltungsmusik" gelingt Erwin Einzinger ein fulminantes Comeback. 

Geht es nach den Gesetzen des Buchmarktes, sollte ein Autor am besten jährlich mit einem neuen Titel vertreten sein. Literatur aber hat ihre eigene Zeit. Für den Schreiber stellt sich also die Frage, ob er sich eher der Logik des Marktes unterwerfen oder nach seinem eigenen Rhythmus produzieren will - und damit riskiert, von der Landkarte des Literaturbetriebs zu verschwinden.

  Erwin Einzinger hat sich für die Langsamkeit entschieden. Zehn Jahre sind seit seiner letzten Publikation, dem Band "Das wilde Brot", vergangen. Eine unverschämt lange Veröffentlichungspause, wie sie allenfalls einem Star wie Thomas Pynchon zugestanden wird, nicht aber einem Außenseiter aus dem oberösterreichischen Micheldorf. "Erst in der Abgeschiedenheit und Ruhe daheim kann sich die eigentliche Arbeit am Material entfalten", erklärt der 52-Jährige im Gespräch

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