Wirr notiertes Wien

CHRISTINA DANY | Extra | aus FALTER 11/05 vom 16.03.2005

STADTROMAN Peter Roseis neuer Roman "Wien - Metropolis" wird den eigenen Ambitionen nicht gerecht. 

Selten stößt man gleich auf den ersten Seiten eines Romans auf eine Stelle, bei der einen die dunkle Ahnung beschleicht, dass es sich dabei um einen Schlüsselsatz handeln könnte, der das ganze Buch charakterisiert, und zwar nicht aufs Schmeichelhafteste. In "Wien - Metropolis" ist es auf Seite 22 so weit: "Pandura blieb mitten auf der Straße stehen und überlegte: Es ist immer so schwer, dass einem das Zutreffende einfällt." Das ist allerdings richtig.

  Peter Roseis neuer Roman ist weder als genuin konventionelles Monumentalgemälde angelegt noch als Folge loser Skizzen oder gar literarisch experimenteller Stimmungsbilder. Als was dann? Beim Verlag Klett-Cotta hat man dafür zur tapferen Formulierung gefunden, Rosei lasse ein "Patchwork aus Geschichte und Geschichten aufleuchten, mit sinnlichen und historischen Details förmlich aufgeladen". Das klingt besser, als es dann tatsächlich

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