Prinzessin ohne Erbe

Extra | KARIN CERNY | aus FALTER 11/05 vom 16.03.2005

MÄRCHEN Karen Duve hat einen Ritterroman geschrieben. Doppelter Boden ist allerdings keiner auszumachen. e

Karen Duve erzählt in ihrem neuen Buch eine alte Geschichte: eine Frau zwischen zwei Männern. Die Frau ist eine Prinzessin, die im trostlosen, ewig vereisten Nordreich Snögglingduralthorma lebt, und die beiden Männer sind Prinz Diego, der exzessiv Schwarz trägt und Vegetarier ist, weil er so viele Pflanzen wie möglich vernichten möchte, und der arme nordländische Ritter Bredur.

  "Die entführte Prinzessin" ist in einer pseudomittelalterlichen Welt angesiedelt, und wie es dort so üblich ist, ziehen die Ausflüge in die weite Welt zahlreiche Abenteuer nach sich, die bestanden werden müssen, um Gekidnappte wiederzufinden. Duve schlägt einen ironischen Ton an, die durchaus zickige Prinzessin Lisvana hat nur eine "popelige Mitgift" aufzuweisen, ihr Vater erzählt tagaus, tagein langweilige Rentierwitze, und die Zauberglocke, die Ritter Bredur zuteil wird, ist leider verbeult,


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