We are family

Extra | STEFAN ENDER | aus FALTER 11/05 vom 16.03.2005

MADE IN USA Wie geht es der amerikanischen Familie denn so? Der seit einiger Zeit wieder sehr beliebte Familienroman weiß es. Detailauskünfte kommen diese Saison von Adam Langer, Matthew Sharpe und Stewart O'Nan. 

Es passiert nichts Besonderes in Adam Langers Debütroman, und das über immerhin 579 Seiten. In leicht plapprigem, leicht konsumierbarem Ton plätschern die miteinander verwobenen Geschichten dreier Chicagoer Familien so dahin, getragen von einer wohltuenden "Das Leben ist scheiße aber was soll's"-Nonchalance.

  Man liest und liest und meint spätestens nach dem ersten Drittel des Buches, sich jetzt eigentlich langweilen zu müssen, tut es aber nicht, sondern ächzt höchstens ein wenig ob des Autors Hang zu rokokoartiger Detailüberfrachtung in seiner Beschreibung des US-amerikanischen jüdischen Mittelstandes.

  Wovon aber nährt sich das Lesevergnügen: am abgeklärten, treffsicheren, semiresignativen Witz des Amerikaners? An der stimmungsvollen, lebenserfahrenen Skizzierung


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