Der Krieg als Text

ROBERT MISIK | Extra | aus FALTER 11/05 vom 16.03.2005

WIDERSTAND Die Guerilla und ihre Resonanzen: Jon Lee Anderson hat sich bei Aufständischen in aller Welt - von El Salvador bis Nordafrika - umgesehen. 

Der Guerillero oder, wie er früher hieß, der Partisan ist seit jeher eine faszinierende Figur. Einer, der die Regeln des Krieges bricht und die klassischen Formeln von Armee, legitimer Kriegserklärung, Schlachtordnung und Konflikthegung unterläuft. Aber der Mythos des Guerilleros geht weit über das hinaus. Denn mit der Selbstermächtigung zu legitimer Gewalt geht fast immer auch Weltveränderungspathos einher - in seiner schwächsten Form: nationale Befreiung; in seiner stärksten Form: soziale Befreiung, Schaffung einer neuen Welt für - und mit - neuen Menschen. Zerstören, damit eine neue Welt entstehen kann; töten für das Gute.

  Der linke Guerillero, der von Asien bis Lateinamerika die Fantasie rebellisch gestimmter Europäer beflügelte, griff zu den Waffen, damit eine friedliche Welt entstünde, und er tötete, damit niemand

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