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Extra | SEBASTIAN FASTHUBER | aus FALTER 11/05 vom 16.03.2005

MEDIEN Stefan Heidenreich geht in "FlipFlop" dem komplexen Verhältnis zwischen Technologie und ihrer Verwendung nach. 

Eines der großen Märchen der Telekommunikationsbranche wird von Stefan Heidenreich gleich zu Beginn entzaubert. "Die Entwicklung von Technologie folgt nicht dem Bedarf von Anwendern", stellt er auf der ersten Seite seines Buches "FlipFlop" fest. Ein Beispiel dafür hat der Autor auch parat: "Auf fünf bis sechs Stück bezifferte Howard Aiken den künftigen Bedarf an Computern in Amerika nach dem Zweiten Weltkrieg." Ach ja: Der Mann, der sich hier ein wenig verschätzt hat, war nicht irgendjemand, sondern der Entwickler des berühmten Großrechners Mark I.

  Bei dieser Fehlprognose handelt es sich nach Heidenreich um keinen Einzelfall. Nur selten sei einem Erfinder bzw. Ingenieur wirklich bewusst, wozu seine Entwicklung später genutzt werden würde. "In ihren Anfängen sind Technologien der Kommunikation leer", beginnt der Autor sein Buch über "Digitale Datenströme

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