"Großer Blitz, viele sofort tot"

Extra | aus FALTER 11/05 vom 16.03.2005

ZEITGESCHICHTE Den Nazis gelang es nicht, Atomwaffen zu entwickeln, sagen die Zeithistoriker. Doch, behauptet nun Rainer Karlsch. Sein Verlag kündet gar eine Sensation an.  

Am 3. März 1945 um etwa 21:20 Uhr wurde im thüringischen Ohrdruf ein Kernwaffentest durchgeführt. Dabei kamen Hunderte KZ-Häftlinge ums Leben, die Teil des mörderischen Versuchsaufbaus waren. Von einem Sterbenden sind die Worte "großer Blitz - Feuer, viele sofort tot, von der Erde weg, einfach nicht mehr da" überliefert. Die Bewohner des nahe gelegenen Ortes klagten in der Folge über Nasenbluten und Übelkeit. Neun Tage später kam es zu einem zweiten Test.

  Dieses verheerende Experiment ist der Kulminationspunkt von "Hitlers Bombe". Die gängige Forschungsmeinung, wonach die NS-Rüstungsindustrie an der Entwicklung von Atomwaffen kläglich gescheitert sei, wird durch den Berliner Zeithistoriker Rainer Karlsch nun infrage gestellt. Folglich sorgte das Buch bereits vor der Veröffentlichung für einiges Rauschen


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