Der tolle Makedone

MARTIN LHOTZKY | Extra | aus FALTER 11/05 vom 16.03.2005

ALTE GESCHICHTE Unlängst erst war er umstrittener Kinoheld. Doch was weiß man über den wahren Alexander den Großen? 

Manche Leute machen mit voller Absicht alles kaputt. Bleiben dabei auch noch Tausende Tote und verwüstete Landschaften zurück, dann gibt es immer noch die Möglichkeit, dass diese Verrückten in die Geschichtsbücher Eingang finden. Haben sie nur wenige Bewunderer, dann nennt man sie zum Beispiel "Attila, die Geißel Gottes". Finden sich wiederum ausreichend Verehrer, dann kriegen sie gerne den Ehrentitel "der Große", seltener "die Große" verpasst. Das ist dem deutschen Karl passiert, der russischen Katharina und eben: dem makedonischen Alexander.

  Dem großen Zerstörer widmet Hans-Ulrich Wiemer, Althistoriker an der Universität Zürich, eine Monografie. Nach einer Reihe grundlegender Gedanken zum Thema, etwa eben auch, ob der Beiname gerechtfertigt sei, legt Wiemer die Quellenbasis seines Forschungsgegenstandes dar, auf die er sich im folgenden biografischen

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