Endstation Freiheit

Extra | ROBERT CZEPEL | aus FALTER 11/05 vom 16.03.2005

HIRNFORSCHUNG Der freie Wille ist eine Illusion! Mit dieser Ansage sorgen Hirnforscher seit einiger Zeit für Unruhe im deutschen Feuilleton. Zwei Bücher beleuchten die Hintergründe. 

Neurowissenschaft gegen Philosophie, des is Brutalität, hätte Helmut Qualtinger vermutlich nach der Lektüre eines kleines grünen Buches ausgerufen, das Ende letzten Jahres erschienen ist: Das Buch heißt "Hirnforschung und Willensfreiheit", wurde von Christian Geyer herausgegeben und dokumentiert eine Debatte, die sich in den Jahren 2003 und 2004 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, bei der Geyer als Redakteur arbeitet, sowie der Deutschen Zeitschrift für Philosophie zugetragen hat.

  Die Kontrahenten: Auf der einen Seite Naturwissenschaftler, die uns erklären, dass der freie Wille auf der Bühne des abendländischen Denkens zu lange eine Hauptrolle gespielt habe. Nun sei er aber abtrittsreif, er könne gehen, denn er ist nichts anderes als ein Mythos, eine Erfindung, und wir mögen das doch bitte


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