"Ich bin angekommen"

Extra | OLIVER HOCHADEL | aus FALTER 11/05 vom 16.03.2005

NATURGESCHICHTE Verspielte, intellektuelle Etüden und viel Wehmut - Stephen Jay Goulds letztes Buch. 

Gleich zum Einstieg sinniert Stephen Jay Gould über die Faszination, die Zahlenspiele mit historischen Daten auf die Menschen ausüben. Als nüchterner Rationalist wusste er genau, dass es sich dabei um Zufälle handelt, in die hineingeheimnisst wird. Und doch tut er die Jahrestagshermeneutik nicht ab, sondern spielt sie für sich durch, noch ganz unter dem Eindruck von 9/11. Kam doch genau hundert Jahre zuvor, am 11. September 1901, sein ungarischer Großvater "Papa Joe" auf Ellis Island an.

  Sein Enkel, geboren am 10. September 1941, wurde einer der bekanntesten, wenn nicht sogar der bekannteste Naturwissenschaftler der USA. Um seinen nahen Tod hat Gould wohl gewusst. Laut Medizin hätte er freilich schon vor zwanzig Jahren an einer seltenen Form von Lungenkrebs sterben sollen. Zeit, zu resümieren und Abschied zu nehmen. "Das Ende vom Anfang der Naturgeschichte" ist sein zehntes


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