Die Kino-Denkerin

Extra | MAYA McKECHNEAY | aus FALTER 11/05 vom 16.03.2005

FILMBUCH Sie war Vorbild für viele, die über Film schreiben: Jetzt erscheinen Frieda Grafes gesammelte Werke. 

"Manche decken dauernd Verbrechen auf - andere Schönheit. Das war die Arbeit von Frieda Grafe." Klaus Theweleit

Ob eine Farbe als warm empfunden wird oder als kalt, dass Blau distanziert und Rot einlädt, hat mehr mit Relation und Kontext zu tun, als dass es darauf hinwiese, es gäbeFarben mit Charakter. Was war Orange für eine strahlende Farbe, ehe sie von den Marktforschern zur Erfolgsfarbe abgestumpft wurde", schreibt Frieda Grafe. Und: "Für mich ist Farbe nicht etwas, das äußerlich an den Objekten haftet. Farbe, intensive Farbe ist eine Spur, die ins Innere der Filme führt und von der Erzähllinie ablenkt." Oder, in aller Kürze: "Ich sehe was, was du nicht fühlst."

  Wenn die Münchner Filmkritikerin Frieda Grafe seit den frühen Sechzigerjahren in der Zeitschrift Filmkritik, in der Zeit oder in der Süddeutschen Zeitung über das Kino schrieb, schrieb sie immer über


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige