Kochen als Medienwahn

Extra | ARMIN THURNHER | aus FALTER 11/05 vom 16.03.2005

KULINARIK Der nächste Trend am deutschsprachigen Kochbuchmarkt: die Wiederkehr der Fernsehköche und anderer medienkompatibler Kochpersönlichkeiten. Johann Lafer, Tim Mälzer & Co im Vergleichstest. 

Als ich vor Jahren die erste Sendung von "Kochduell" auf Vox sah, war ich begeistert. Da war Schwung drin, schien mir: Die Idee, zwei Leute für wenig Geld im Supermarkt einkaufen zu lassen und dann zwei Profiköche mit den bizarren Zutaten gegeneinander ins Duell zu hetzen, hatte was. Leider erlitt "Kochduell" das Schicksal aller TV-Formate. Nach kurzer Zeit ging es mir unglaublich auf die Nerven, ich konnte nicht mehr hinsehen.

  Dabei wäre, wie englische Sendungen zeigen - und damit meine ich nicht Jamie Oliver -, die Küche durchaus fürs Fernsehen geeignet. Besser als Kochen geht im Fernsehen eigentlich nur noch Fischen. Meine Art von Fernsehen ist der Anglerkanal. So sähe auch mein Kochfernsehen aus. Was gäbe es Schöneres, als in Echtzeit einem Ochsenschwanz zuzusehen, wie er


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