»Es ist beschämend«

Steiermark Politik | THOMAS GELDMACHER | aus FALTER 12/05 vom 23.03.2005

NS-Aufarbeitung Ein Wehrmachtsdeserteur kann sich die Jahre im KZ nicht auf die Pension anrechnen lassen. Der Waffen-SS-Mann, der ihn bewacht hat, schon. Über den verzweifelten Kampf der desertierten Wehrmachtssoldaten um Anerkennung in der Zweiten Republik. 

Heimo Lepuschitz gibt sich empört. Eine "gesteuerte Aktion" wittert der Pressesprecher von FPÖ-Sozialministerin Ursula Haubner. An ein und demselben Tag habe er nicht weniger als drei praktisch gleich lautende schriftliche Anfragen bekommen, in denen Journalisten Näheres über die Position des Sozialministeriums hinsichtlich der Behandlung ehemaliger Wehrmachtsdeserteure wissen wollten. Das rieche verdächtig, schließlich sei das Thema ja nicht "tagesaktuell". Die Verstimmung des Pressesprechers geht so weit, dass er die Anfragen mit dem Hinweis auf einen im Moment gerade in Gang befindlichen "Willensbildungsprozess" im Ministerium unbeantwortet lässt: "Wenn dieser abgeschlossen ist, werden wir Ihnen selbstverständlich gerne

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