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Vorwort | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 12/05 vom 23.03.2005

Herr Hagen schaut zwider. So, als würde er einem die Hälften des Buttersemmerls gleich auf beide Ohren picken. Herr Hagen schaut am Cover zwider drein, weil Fotograf Heribert Corn ihm gesagt hat: "Herr Hagen, schau'n S' jetzt einmal zwider". Und weil Herr Hagen, der im Café Korb serviert, in Wirklichkeit ein freundlicher Mann ist, schaut er eben zwider. Und weil es ihm Corn gesagt hat. Corn hat die Macht. Schon wegen des brachialen Vorarlberger Charmes. Der Wiener Charme, wenn es ihn denn gibt, ist ja eher gfeanzt. Julia Ortner, die auch aus Corn-Land, und Christopher Wurmdobler, der von den deutschen Ufern des Bodensees kommt, die also beide gegenüber der Wiener Selbstverkitschung immun sind, haben sich dem Wiener Charme aus der nötigen Distanz genähert (S. 68). Unlängst hat übrigens eine deutsche Touristin, die den Verlängerten mit dem großen Braunen melangierte, Herrn Hagen gefragt, ob er "einen langen Braunen" habe. Das sei ihm doch eine zu persönliche Frage, antwortete Herr


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