Klappe zu - mehr Tabu!

Vorwort | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 12/05 vom 23.03.2005

KOMMENTAR Wenn das Privatleben des Finanzministers nach hinten losgeht und die Häme die Hirne vernebelt. 

Man muss wohl kein besonders böser Mensch sein, um den Marathon im Fettnäpfchen-Hopping, den Budget-Boy Karl-Heinz Grasser seit längerer Zeit abspult, mit einer gewissen Häme zur Kenntnis zu nehmen. Die lückenlose Dokumentation des jüngsten Streckenabschnitts verdanken wir, wie so vieles, das unseren Mageninhalt Richtung Rachen drängen lässt, der Boulevardillustrierten News.

Normalerweise ist es ja so, dass Menschen, die unter einer starken Störung ihres Sensoriums für das Gleichgewicht von öffentlicher und privater Sphäre leiden, zu News gehen und dort exklusiv über den Ehebruch berichten, den sie begangen haben oder der an ihnen begangen wurde: Besser, der Rest der Welt erfährt es aus der Zeitung, bevor er es gar nicht erfährt. Sollten die Gleichgewichtsgestörten allerdings aus unerfindlichen Gründen die Sache eventuell unter vier oder sechs Augen klären wollen,


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