Hunde und Flöhe

Politik | FLORIAN KLENK | aus FALTER 12/05 vom 23.03.2005

POLIZEI Über die korrupten Methoden eines einst ausgezeichneten Wiener Drogenfahnders, der Kriminelle als Lockvögel einsetzte. 

Vor dem Verhandlungssaal steht der Kriminalbeamte Friedrich S. und streift seine bunte Krawatte mit den amerikanischen Nummerntaferln zurecht. Er umarmt noch einmal seine traurige Frau und sagt: "Ich bin jetzt der Oasch. Morgen werden sie mich in den Zeitungen zerreißen. Dabei hab ich doch kein Geld genommen." In wenigen Minuten wird der Schöffensenat sein Urteil sprechen. Es wird hart werden. Schon in der Verhandlung sagte der Richter: "Sie waren a bisserl zu sehr in der Grauzone." Der Verteidiger des Beamten, Werner Tomanek, erklärt warum: "Wenn Kriminelle mit dem Staat zusammenarbeiten sollen, dann erwarten sie sich das Überschreiten von Grenzen. Die Vorgesetzten wollen Erfolge, die Kleinen bleiben über."

  Der Kriminalist Friedrich S. ist so ein Kleiner. Einmal wurde er sogar zum "Kriminalbeamten des Jahres" ernannt. Sein Fall zeigt, wie Bürger von


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