WIENZEUG

Politik | aus FALTER 12/05 vom 23.03.2005

Zeitzeugen gesucht Die niederösterreichische Hauptstadt St. Pölten will die Geschichte ihrer Zwangsarbeiter während der NS-Zeit aufarbeiten. Dazu sucht sie dringend Zeitzeugen. Wer sich an Zwangsarbeiter im Stadtgebiet erinnern kann oder sogar näheren Kontakt zu dem einen oder anderen hatte, meldet sich bei Manfred Wieninger im St. Pöltner Rathaus unter 02742/333-2813. Alle Angaben werden vertraulich behandelt.

Comeback des Babykinos Gute Nachricht für alle Mütter und Väter von Schreihälsen: Das Babykino, das Filme aus Rücksicht auf die Kleinsten im nicht ganz abgedunkelten Saal und mit reduziertem Ton zeigt, öffnet wieder seine Pforten. Anfang März war die Aktion eingestellt worden, weil das Kinogesetz verbietet, dass Babys in Vorstellungen, die nicht für alle Altersgruppen freigegeben sind, mitgenommen werden. Bis das Gesetz, wie von den Stadtparteien geplant, geändert wird, einigten sich die Veranstalter mit Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny nun auf eine Zwischenlösung. Das Kino findet statt, allerdings müssen die Gastgeber streng darauf achten, dass keine Kleinkinder, die älter als zwölf Monate sind, hineingeschmuggelt werden.

Programm: www.votivkino.at

Mehr Sprachkurse in Wien Die Stadt Wien stockt ihr Angebot an Deutschkursen von bisher jährlich 3000 auf 6000 Plätze auf. Das Angebot richtet sich an die Immigranten, schließlich ist jeder dritte Wiener Arbeitnehmer nach Österreich eingewandert oder stammt aus einer Zuwandererfamilie. Im Gegensatz zur schwarz-blauen Bundesregierung will SP-Integrationsstadträtin Sonja Wehsely die Leute aber nicht mit Sanktionen zum Deutschlernen zwingen, sondern setzt auf Anreize durch verbesserte Offerte.

Infos unter der Telefonnummer 4000-81510


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